Der Einfluss des Web 2.0 auf das informale Lernen in portugiesischen KMU
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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen in ihrem Wettbewerbsumfeld unter besonderem Effizienz-, Spezialisierungs- und Innovationsdruck. Web-2.0-Technologien können ihnen helfen, diesen Anforderungen gerecht zu werden, indem sie neue Arbeitsmethoden möglich machen, bei denen die Rolle der Gemeinschaften und der Zusammenarbeit im Vordergrund stehen.
In Anbetracht der Entwicklung einer lern- und wissensbasierten Gesellschaft sowie der zentralen Rolle der KMU in der europäischen Wirtschaft haben der AIP-CE und das CEPCEP/UCP in Portugal eine Pilotstudie gestartet. Ziel des noch laufenden Projektes ist es, zur Debatte über die Nutzung von Web-2.0-Werkzeugen in KMU im Lernkontext beizutragen, indem es einen Einblick in aktuelle Trends und Hilfe bei der Gestaltung zukünftiger Initiativen bietet.
Zur Sammlung der empirischen Daten setzen die Forscher dabei drei verschiedene Instrumente ein: quantitative Erhebungen, Workshops mit „Pionier-KMU“ und Think-Tank-Sitzungen. Da die Studie noch nicht abgeschlossen ist, konzentriert sich das aktuelle Papier auf die Präsentation der zentralen Gedanken, der konzeptionellen Grundlage und Methodik sowie der vorläufigen Ergebnisse.
Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass tief greifende Veränderungen des KMU-Managementparadigmas erforderlich sind, bevor das Web 2.0 optimal genutzt werden kann. Während die Entwicklung von Lernumgebungen und Austauschnetzwerken dabei hilft, eine KMU-2.0-Vision zu definieren, kommt deren Verwirklichung wegen der existierenden Hindernisse und weil die Nutzung der genannten Werkzeuge erst am Anfang steht, nur schwer in Gang. Daher sollte die Idee von einer schnellen, leichten und umfassenden Umsetzung dieser Vision in den KMU aufgegeben werden.
Dennoch können die aus der netzwerkgestützten Zusammenarbeit erwachsenden Wettbewerbsvorteile, der anerkannte Wert des Wissensaustausches und der Wille der Menschen, zum Wandel beizutragen, als positive Faktoren auf dem Weg zu einer nachhaltigen und systematischen Entwicklung der KMU-2.0-Vision betrachtet werden. Die Unternehmen und die politischen Entscheidungsträger sollten dieser Chance und diesem Trend in der wissensbasierten Gesellschaft nicht gleichgültig gegenüber stehen.
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