4 Juil 2008.
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Auteur
Fridolin Wild, Scientist, Institute for Information Systems and New Media, Vienna University of Economics and Business Administration - WUW
Felix Mödritscher, Scientist, Institute for Information Systems and New Media, Vienna University of Economics and Business Administration - WUW
Steinn E. Sigurdarson, Researcher, Institute for Information Systems and New Media, Vienna University of Economics and Business Administration - WUW
Die formalen Bildungseinrichtungen und die meisten Arbeitsplätze sind heute mit zumindest einigen Arten von Tools ausgestattet, die Menschen bei Lernaktivitäten mit Inhaltsartefakten zusammenführen, um sie bei Aufbau und Verarbeitung von Information und Wissen zu unterstützen. Seit fast einem halben Jahrhundert diskutieren Wissenschaft und Praktiker Modelle für die Personalisierung solcher Umgebungen mit digitalen Mitteln.
Lernumgebungen, ihr Aufbau und ihre Wartung repräsentieren den kritischsten Teil des Lernprozesses, und die gewünschten Lernerfolge und –theorien sollten dies berücksichtigen. Die Anweisung (instruction) muss als vorherrschendes Paradigma abgelöst werden.
Die Lernumgebung ist ein wichtiges (wenn nicht das wichtigste) Ergebnis eines Lernprozesses und nicht einfach eine Bühne zur Vorführung eines „Lernspiels“. Aus diesen guten Gründen betrachten wir instruktionelle Designtheorien als falschen Ansatz.
In diesem Artikel klären wir zunächst einige Schlüsselbegriffe und –annahmen zu personalisierten Lernumgebungen. Anschließend fassen wir unsere Kritik an den zeitgenössischen Modellen für personalisiertes adaptives Lernen zusammen. Dann folgt unser Alternativvorschlag: das Konzept einer kombinierten persönlichen Lernumgebung (Mash-Up Personal Learning Environment), die Anpassungsmechanismen für den Aufbau und die Wartung von Lernumgebungen bietet. Die Webanwendungs-Mashup-Lösung erlaubt es Lernern, bestehende (webgestützte) Tools und Dienste wiederzuverwenden.
Unsere Alternative, LISL, ist ein Designsprachenmodell für den Aufbau, die Verwaltung und die Wartung von Lernumgebungen und das Erlernen ihrer Gestaltung, das durch eine Machbarkeitsstudie, die MUPPLE-Plattform, ergänzt wird. Präsentiert wird dieser Ansatz anhand einer prototypischen Ausführung und eines – so denken wir – verständlichen Beispiels. Schließlich runden wir den Artikel mit einer Diskussion über mögliche Erweiterungen dieses neuen Modells und noch nicht gelöste Probleme ab.