Die kombinierte Methode hat sich hinsichtlich der Lernerfolge in Bildungsprojekten in mehrfacher Hinsicht als vorteilhaft erwiesen:
Obwohl das Geschichtenerzählen ein effizientes Bildungsmodell darstellte, büßte es mit der Entwicklung der Industriegesellschaft an Popularität ein, und heute haben wir es an den Schulen mit „einförmigen“ Bildungsansätzen, weniger Kreativität und uninteressanten Geschichten zu tun, die dazu beitragen, die Vorstellungskraft der Schüler zu hemmen.
Web 2.0-Dienste bieten großartige Kommunikationsinstrumente, die in der Lage sind, das moderne Geschichtenerzählen in effizienterer Weise zu unterstützen. Weblogging, Video-Websites wie YouTube und vieles, was im Rahmen sozialer Netzwerke geschieht, entsteht aus dem menschlichen Grundbedürfnis, Geschichten zu erzählen und miteinander zu teilen. Es entstehen neue Websites, die den Geschichtenerzählern helfen, die Grenzen eindimensionaler Medien – Text (Blogs) oder Video (YouTube) – zu überwinden. Gemeinschaftlich genutzte persönliche Benutzerkonten auf Websites wie Flickr, PhotoShow usw. sollen dazu beitragen, das Geschichtenerzählen auf eine höhere Ebene zu heben. Obwohl sich das Online-Geschichtenerzählen noch im Anfangsstadium befindet, könnte es beim e-Learning sehr effizient eingesetzt werden.
In dieser Arbeit beschreiben wir drei Projekte: das TALE-Projekt, in dem wir Leute dazu ermutigen, zu lernen, indem sie sich Geschichten über erfolgreiche Lernerfahrungen anhören; HiStory, wo ältere Mitbürger Geschichten über das Leben im Europa des 20. Jahrhunderts erzählen und sie ins Web stellen, und Mobi-Blog, wo Studierende über ihre Erfahrungen bei Studienaufhalten im Ausland berichten.
