Persönliche Lernumgebungen zur Überwindung von Wissensgrenzen zwischen Tätigkeitssystemen im frühen Erwachsenenalter
30 Jun 2009.   35114 visits
Authors
Elvis Mazzoni, Researcher and Social Network Analyst, Faculty of Psychology of the Alma Mater Studiorum - University of Bologna
Pietro Gaffuri, Research Assistant , Faculty of Psychology of the University of Bologna
In dieser Arbeit machen wir einen Vorschlag zur Beantwortung der Frage, warum soziale Netzwerke (Social Network Systems, SNS) wichtig für das Brücken bildende Sozialkapital und den Wissensaufbau im frühen Erwachsenenalter sind. Wir diskutieren, warum soziale Web 2.0-Artefakte, und vor allem die, die als persönliche Lernumgebungen definiert werden, also die SNS, bei der Überwindung von Wissensgrenzen zwischen Tätigkeitssystemen während der Übergänge im frühen Erwachsenenalter effektiver sein könnten als Web 1.0-Artefakte, wie die als virtuelle Lernumgebungen definierten (meist repräsentiert durch klassische Webplattformen und –foren).

Am Anfang dieser theoretischen Annäherung steht die Definition des frühen Erwachsenenalters als eine in groben Zügen zwischen der Jugend und dem Erwachsensein angesiedelte Zeit, in der das Individuum mit zahlreichen verschiedenen Arten von Übergängen konfrontiert wird. Wesentliche Aspekte einer solchen Übergangsperiode sind das Netzwerk persönlicher Beziehungen und vor allem das aus schwachen Netzwerken bestehende Brücken bildende Sozialkapital. Debattiert werden auch Forschungsarbeiten über die Nutzung von Webtechnologien im frühen Erwachsenenalter, da die Ergebnisse die Bedeutung dieser Tools für die Erhaltung und Stärkung Brücken bildenden Sozialkapitals aufzeigen. Die Schlüsse, die diese theoretische Annäherung zulässt, betonen die Relevanz der Web 2.0-Artefakte, und vor allem der SNS, im Zusammenhang mit der Förderung und Unterstützung junger Erwachsener bei:

  • der Erhaltung und Entwicklung ihres Sozialkapitals;
  • dem Aufbau eines Wissenshintergrunds, der ihnen bei den Übergängen zwischen verschiedenen Tätigkeitssystemen von Nutzen sein kann.

Diese Schlüsse führen auch zu einer neuen Auffassung von e-Learning-Strategien, die zum Beispiel im universitären Kontext angewendet werden und bisher durch eine starke Inanspruchnahme von Web 1.0-Artefakten gekennzeichnet waren, bei denen den Studierenden nur eine passive Rolle zukommt. Wir sind der Meinung, dass flexibleren e-Learning-Systemen, wie SNS, mehr Bedeutung beigemessen werden sollte, da sie den Informations- und Wissensbedürfnissen der heutigen jungen Erwachsenen eher gerecht werden.

The full text of this article is available in English and Spanish. The Spanish version is made possible our partner, the Organisation of Ibero-American States for Education, Science and Culture (OEI). // El texto integro de este artículo está disponible en inglés y castellano. La versión castellana ha sido posible gracias a nuestro socio, la Organización de Estados Iberoamericanos para la Educación, la Ciencia y la Cultura (OEI).
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Wesentliche Aspekte einer solchen Übergangsperiode sind das Netzwerk persönlicher Beziehungen und vor allem das aus schwachen Netzwerken bestehende Brücken bildende Sozialkapital.
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