17 Dez 2009.
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Online-Datenbanken mit Bildungsressourcen für Grundschulen bedürfen der objektiven Evaluation der zur Verfügung gestellten Informationen, die den Rohstoff des Wissens und damit die Grundlage für das exploratorische Begreifen der Welt durch die Lernenden darstellen. Die Evaluation von Ressourcen ist unerlässlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses solcher Datenbanken, damit sie als Qualitätsrepositorien für Lehr- und Lernmaterialien für Lehrkräfte und Lernende dienen können.
In diesem Kontext hat ein Forschungsprojekt der griechischen Universität der Ägäis auf Grundlage der Analysen von Schullehrkräften und postgraduierten Studenten eine umfangreiche Liste von Kriterien für die Evaluation webgestützter Bildungsressourcen erstellt. In der vorliegenden Arbeit stellen wir diese Liste von Evaluationskriterien und die dem System zu Grunde liegende Methodik vor.
Dabei konzentrieren wir uns auf den Lern- und Lehrprozess und betrachten die Evaluation auf Grundlage eines pädagogischen Ansatzes und einer mediendidaktischen Theorie. In diesem Sinne sehen wir Webressourcen, die das aktive Lernen mittels verschiedener medialer Elemente unterstützen, als Qualitätsinhalte an. Wir konzentrieren uns auf den Lern- und Lehrprozess und nähern uns der Qualität als dem potenziellen Bildungswert von Inhalten.
Zu den wesentlichen Schlussfolgerungen unserer Untersuchung gehört, dass es wegen der riesigen, heterogenen Informationsaufkommens im Internet sinnvoll ist, an Stelle der Anpassung eines undurchführbaren „universellen“ Qualitätsevaluationsmodells für alle Interessengebiete für jeden dieser Bereiche (z. B. Bildung, Wirtschaft, Kultur usw.) über den ganzen Lebenszyklus der Inhalte ein spezifisches Evaluationsmodell zu verwenden.
Außerdem werden in dieser Arbeit auf der Grundlage der Ergebnisse der Fokusgruppen einige interessante Erkenntnisse über das Verhalten und die Medienkompetenz von Lehrkräften vorgestellt.